Know How?

WAS IST GEWICHTHEBEN?

Reißen
Die Hantel liegt horizontal vor den Beinen des Hebers. Sie wird mit den Handflächen nach unten gefasst und in einer einzigen Bewegung vom Boden zur Hochstrecke mit ausgestreckten und senkrecht stehenden Armen gebracht, entweder mit einem Ausfallschritt oder dem Beugen beider Beine (Hocke). Die Hantel ist in einem pausenlosen Bewegungsablauf am Körper entlang nach oben zu führen. Während des Versuches darf außer den Füßen kein anderer Körperteil den Boden berühren. Das gehobene Gewicht muss in der endgültigen Position bei gestreckten Beinen, Füßen auf gleicher Linie und gestreckten Armen bis zumZeichen des Kampfrichters zum Abnehmen des Gewichts bewegungslos fixiert werden. Das Drehen der Handgelenke darf erst erfolgen, nachdem sich die Hantel über der Kopfhöhe des Hebers befindet. Ein Heber kann im Ausfall oder in der Hocke nach eigenem Gutdünken verharren. Das Kampfrichterzeichen zum Abstellen der Hantel hat zu erfolgen, sobald der Körper des Hebers bewegungslos ist.

Stoßen
Das Stoßen wird im deutschen Regelwerk entsprechend der englischen Benennung „clean and jerk“ offiziell als „Umsetzen und Stoßen“ bezeichnet. Es besteht aus zwei Teilabläufen, dem Umsetzen der Hantel auf die Schultern und dem Ausstoßen der Hantel über den Kopf, was seinen wesentlichen Unterschied zum Reißen darstellt.

Umsetzen
Die Hantel liegt horizontal vor den Füßen des Hebers. Sie wird mit den Handflächen nach unten gefasst und in einem einzigen Bewegungsablauf vom Boden zu den Schultern gebracht, entweder mit dem Ausfallschritt oder mit der Hocketechnik. Die Hantel darf die Brust nicht vor der endgültigen Position berühren; sie soll auf den Schlüsselbeinen, der Brust oder den vollständig gebeugten Armen ruhen. In dieser Position kann der Heber nach Gutdünken verharren. Allerdings dürfen in der Hocke die Ellenbogen keinesfalls die Oberschenkel berühren, sonst ist der Versuch ungültig.

Ausstoßen
Beugen und Strecken der Beine und Arme, um die Hantel zur Hochstrecke mit völlig gestreckten, vertikal stehenden Armen zu bringen (pausenlose Aufwärtsbewegung), dann Einnehmen der Grundstellung, Beine und Arme sind gestreckt, warten bis zum Signal des Kampfrichters zum Abnehmen der Hantel. Das Signal hat zu erfolgen, sobald der Heber absolut bewegungslos ist.
Vor dem Ausstoßen muss die Hantel in Ruhe sein, „anwippen“ macht den Versuch ungültig. Ebenso muss das Ausstoßen in einer einzigen Bewegung bis zu den durchgestreckten Armen erfolgen, „nachdrücken“ macht den Versuch ebenfalls ungültig.

Blockheben-Modus bei Mannschaftswettkämpfen
Blockheben bedeutet, daß je 3 Heber einer Mannschaft einen Block bilden. 
In diesem Block beginnt der Athlet mit dem niedrigsten Gewicht mit seinem 
ersten Versuch. Es folgt der Heber mit dem nächts höheren Gewicht mit 
seinem ersten Versuch usw. Bis alle Heber dieses Blocks ihren ersten 
Versuch absolviert haben. Dann beginnt wieder der erste Heber mit 
seinem zweiten Versuch. Nach diesem rolierenden System werden sämtliche 
Versuche beider Mannschaften absolviert.

Relativwertung
Nach Ermittlung des Körpergewichts eines Hebers, wird das Relativkörpergewicht 
anhand der untenstehenden Tabelle ermittelt. Das Körpergewicht eines Hebers
beträgt z.B. 60,00 kg so werden 50,0 kg Relativgewicht, bei 60,1 kg werden 
schon 52,0 kg Relativgewicht berechnet. Dieses so ermittelte Relativgewicht wird 
nun von der gehobenen Leistung 2 x abgezogen, einmal fürs Reißen und einmal 
fürs Stoßen. Diese beiden Werte werden zusammengezählt und ergeben somit 
die Relativpunkte. Hat ein Heber in einer Disziplin keinen gültigen Versuch, so 
werden null Relativpunkte gerechnet. Bei einem Mannschaftswettbewerb werden 
werden sämtliche Einzelergebnisse der Heber einer Mannschaft zusammengezählt
und so wird das Relativergebniss einer Mannschaft errechnet.